Das Königreich im Meer – Daniel Kehlmanns Geheimnis

 

 
 
 

Markus Gasser - Das Koenigreich im Meer

Daniel Kehlmanns Werk gilt als klug, charmant und fast unverschämt unterhaltsam; in Deutschland aber hat solches Lob einen Widerhaken, hinter dem der alte Argwohn lauert, es könne kaum “ganz große Literatur” genannt werden, was derart angenehm zu lesen sei. Keineswegs bestreitet Markus Gasser die Kehlmannsche Leichtigkeit; entscheidend aber ist, was dahinter und darunter sichtbar wird: eine existenzielle Not und Dringlichkeit, die im Leser lange fortwirkt und auch Kehlmanns beispiellosen Erfolg erklärt. “Bei keinem anderen Autor der deutschen Gegenwartsliteratur wir so viel, so quälend ungern und oft drastisch gestorben. Alle Geschöpfe Kehlmanns sind schon von Geburt halbe Schatten – Grenzgänger zwischen der diesseitigen Welt und dem Jenseits.”
Für sich genommen, wäre diese Düsternis kaum zu ertragen, aber gerade im Zusammenspiel mit der unheimlichen Grazie seines Erzählens sieht Gasser die Bedeutung Kehlmanns, den er in Bezug setzt zu weltliterarischen Größen: von Henry James über Thomas Mann, Vladimir Nabokov und Jorge Luis Borges bis zu Gabriel García Marquez und Philip Roth.

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